Gesund

Ein paar Jahrtausende Alltagserfahrung zeugen von den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Olivenöls. Kaltgepresstes Olivenöl galt bereits in der Antike als Heilmittel, etwa gegen allerlei Hauterkrankungen äußerlich, oder gegen Entzündungen innerlich. Auch als Mittel der Schönheitspflege rangierte es gleich neben Eselsmilch. Wir wollen die Sache hier aber auch einmal nüchtern wissenschaftlich betrachten…

Warum ist Olivenöl eigentlich so gesund?

Es sind vor allem die Polyphenole, natürliche Antioxidantien, die Olivenöl so gesund machen. Im Olivenöl sind verschiedene Polyphenole enthalten, insbesondere aber das Oleocanthal. Das erst im Jahr 2005 entdeckte Oleocanthal ist verantwortlich für den bitteren Geschmack des Öls, ihm werden aber diverse gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Es hat entzündungshemmende Wirkung, vergleichbar etwa mit der von Medikamenten wie Ibuprofen, scheint über Wirkmechanismen gegen bestimmte Krebszellen (besonders malignes Hautmelanom) zu verfügen und wird auch mit der Vorbeugung gegen Alzheimer in Zusammenhang gebracht.

Der Konsum von Olivenöl ist lebensverlängernd

Eine führende Ernährungswissenschaftlerin der Harvard Universität weist in einer Studie nach, dass das tägliche Ersetzen von 10 Gramm Margarine, Butter, Mayonnaise oder Milchfett durch die gleiche Menge Extra Nativen Olivenöls mit einem um 8 bis 34 Prozent geringeren Risiko für die Gesamt- und ursachenspezifische Sterblichkeit verbunden ist.*

Seit 2011 wird in der Health-Claims Verordnung der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) darauf hingewiesen, dass der regelmäßige und ausreichende Konsum von Olivenöl-Polyphenolen dazu beiträgt, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.

Die richtige Olive, die richtige Extraktion

Der Polyphenolgehalt variiert allerdings sehr stark je nach Olivensorte. Man kann zwar aus allen Olivensorten ein Natives Olivenöl Extra gewinnen, aber nur aus nur sehr wenigen Sorten – zum Beispiel aus unserer Koroneiki Olive – ein Öl mit sehr hohem Gehalt an Polyphenolen.

Wenn das Endprodukt, also ein Olivenöl, einen geringen Anteil freier Fettsäuren enthält, deutet das darauf hin, dass es schonend geerntet und extrahiert wurde. Ein Olivenöl der Qualitätsstufe Nativ Extra darf maximal 0,8% freie Fettsäure enthalten. Der Fettsäuregehalt von Menelaos Olivenöl liegt in der Regel bei 0,4% und darunter.

* Marta Guasch-Ferre, leitende Forschungswissenschaftlerin, Harvard TH Chan School of Public Gesundheit https://de.oliveoiltimes.com/health-news/replacing-saturated-fats-with-olive-oil-saves-lives-harvard/103884